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Rio Napo - Der Fluss
Huaorani
Quichua
   
 
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Quito
Die Andenstadt ist der Ausgangspunkt der Dokumentation.
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Iquitos
Faszination im Dschungel. Das Herz im Zentrum des Amazonasregenwaldes.
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Die Reise zu den Hilfsgeistern

Brüllaffen bilden eine beliebte Speise der Huaorani Indianer
Juan Licui beim Einnehmen von Ayahuasca
Schamanismus und Krankenheilung bei den Quichua-Indianern
Der Schamane Juan Licui und seine Frau leben am Oberen Río Napo. Seine Kenntnisse über Medizinalpflanzen und seine erfolgreichen Heilbehandlungen werden nicht nur von seinen Stammesgenossen geschätzt, sondern auch von den Mitgliedern der Nachbarethnien in Anspruch genommen. Wir begleiteten Don Licui auf der Suche nach Heilpflanzen, insbesondere nach der halluzinogenen Droge Ayahuasca. Der Konsum von Drogen ist bei den Indianern ausschließlich mit dem Wirken eines Schamanen verbunden, der durch die Einnahme bestimmter Pflanzenextrakte mit supranaturalen Wesen in Verbindung tritt, um mit deren Hilfe zu heilen.
Juan Licui gestattete uns einen Einblick in die Geheimnisse der Drogenzubereitung. Erstmalig konnten wir eine seiner über die ganze Nacht andauernden sehr beeindruckenden Ayahuasca-Heilbehandlungen an zwei Stammesmitglieder und an unseren Kameramann Mirko filmen. Bei seinen Heilzeremonien sind die synkretistischen Zügen zwischen indianischer Tradition und christlicher Symbolik sehr deutlich zu erkennen. Einige Interviews geben uns weitere Einblicke in seine Arbeit und Glaubenswelt. Auch Tabak spielt bei der Heilungsszeremonie eine entscheidende Rolle
[Bildmaterial:Oliver Gries ]
Eine erweiterte Bildergalerie und Auschnitte per Streaming Video werden ab Anfang Juni 2002 verfügbar sein.
 

Das Gift, das leise tötet


Mit dem Blasrohr auf der Jagd
Das Blasrohr hätte in der Montaña nie eine solche Bedeutung und Verbreitung als Jagdwaffe erfahren, wenn es nicht das von den Indianern aus Pflanzen hergestellte Curare gäbe, ein Gift, mit dem die Spitzen der Blasrohrpfeile bestrichen sind. Dieses Pflanzengift bewirkt eine Lähmung des peripheren Nervensystems, wodurch das Tier letztendlich an einem Herzstillstand stirbt. Das Filmteam konnte im Detail die Suche, Gewinnung und den Herstellungsprozess des Curare bei den Huaorani-Indianern filmen.
Die als ausgezeichnete Jäger bekannten Huaorani sind die letzte Stammesgesellschaft, die mit der ecuadorianischen Nation in Kontakt trat. Doch gibt es bis heute Gruppen, die jeglichen Kontaktversuch oder ein Eindringen in ihr Siedlungsgebiet mit ihren Lanzen erfolgreich verteidigen. Im Vergleich zu den Dreharbeiten in oder in der unmittelbaren Umgebung einer Huaoranisiedlung (Fischfang, Pflanzungen, Nahrungszubereitung etc.) ist eine überaus spannende und aktionsgeladene Blasrohrjagd auf eine Nasenbärenfamilie, die sich in den obersten Stockwerken des Waldes vor den Giftpfeilen noch zu retten versucht,
Nur erfahrene Jäger sind mit den beinahe 3 Meter langen Blasrohr auch erfolgreich

Beim Fischfang
der unbestrittene Höhepunkt dieser Dokumentation. Sie wurde damit zu einem einmaliges Zeugnis jägerischer Fähigkeiten, die im Zuge der Akkulturation rasanten Veränderungen unterliegen.
[Bildmaterial:Oliver Gries ]
Eine erweiterte Bildergalerie und Auschnitte per Streaming Video werden ab Anfang Juni 2002 verfügbar sein.
 
 

Ökologie versus Entwicklung


Jatunsacha ist eine Forschungsstation am oberen Rio Napo
Das ecuadorianische Amazonasgebiet besteht keineswegs mehr nur aus einem jungfräulich anmutenden Dschungel mit seiner beispiellosen Flora und Fauna, wie er in farbenfrohen Fernsehdokumentationen dargestellt wird. Die massive und großflächige siedlungs- und wirtschaftsräumliche Erschließung der Amazonasregion durch die auf schnellen Profit ausgerichtete Erdölindustrie sowie Holz-, Bau-, Plantagen- und Viehwirtschaft verursachte schwer wieder gut zu machende Schädigungen am Ökosystem.
Eine Hilfe versprechen die deutsch-ecuadorianischen Forschungsstationen am Oberen Río Napo, deren Betreiber ihre Kraft und ihr Engagement der Erhaltung des tropischen Regenwaldes widmen.
Ihre Arbeit wird nun von einem Pipeline- und Strassenprojekt gefährdet, welche ausgerechnet mit finanziellen Mitteln aus Deutschlande realisiert wird. Wir filmten den Arbeitsalltag auf diesen Stationen und interviewten die Stationsleiter sowie die dort arbeitenden Wissenschaftler und deutschen Studenten, die sich klar gegen diese Projekte aussprechen. Die Aufklärung der ortsansäßigen Bevölkerung kann sich aber aus kulturellen, ökonomischen oder personellen Gründen sehr schwierig gestalten,
Angelika von AmaZooNica

Ölgewinnung in Amazonien
so daß sich die ansässige indianische Bevölkerung aus ganz pragmatischen Gründen für diese Projekte ausspricht. Dieser Gegensatz deckt die verschiedenen Sichtweisen und Prioritäten der Betroffenen hinsichtlich dem Schutz des Regenwaldes und dem Wunsch nach Entwicklung auf.
[Bildmaterial:Oliver Gries ]
Eine erweiterte Bildergalerie und Auschnitte per Streaming Video werden ab Anfang Juni 2002 verfügbar sein.

Der „Cantante“ von Coca


Vladi bei der Arbeit
Die Kolonisation im Zuge des Erdölbooms, der Holz-, Bau- und Agrarwirtschaft ließ Zentren enstehen, die keinen Vergleich mit den schäbigsten Pionierstädten im damaligen wilden Westen zu scheuen brauchen. Solch eine Ansammlung zwischenmenschlichen Elends ist das am Río Napo gelegene Coca bzw. Puerto Fransisco de Orellana, benannt nach dem „Amazonasentdecker“, der hier vor 450 Jahren seine legendäre 6000 km lange Flußfahrt zum Atlantik antrat.
Wir begleiteten eine Gruppe von Strassenkinder bei ihren täglichen Arbeiten. Mit ihrem Schuhputzkasten ziehen sie durch die Stadt auf der Suche nach Kundschaft. In den Strassen oder in den abfahrenden Bussen singen sie die Hits der ecuadorianischen Volksmusik.
Unser „Hauptdarsteller“ ist ein zehnjähriger Junge, der mit seinem Verdienst auch noch einen grossen Teil des Lebensunterhalts seiner Eltern bestreiten muss. Jedoch ist der aufgeweckte Junge im Gegensatz zu unseren Vorstellungen durchaus zufrieden mit seinem Leben und will auch in Zukunft Schuheputzen und seine Ständchen zum Besten geben. Unser Anliegen ist es mit dieser Dokumentation ein positives Bild einer jungen Persönlichkeit zu geben, an dessen Arbeitseifer und Lebensfreude sich einige Gleichaltrigen in unserer Gesellschaft ein Beispiel nehmen könnten.
Ein Besuch bei der Großmutter
 
[Bildmaterial:Oliver Gries ]
Eine erweiterte Bildergalerie und Auschnitte per Streaming Video werden ab Anfang Juni 2002 verfügbar sein.


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Huaorani  
Das einstige, etwa 20000 qkm grosse traditionelle Siedlungsgebiet der 1500-2000 Personen zählenden Huaorani Indianer befindet sich zwischen dem Rio Napo im Norden und den Flüssen Curaray und Villano im Süden.
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Cotopaxi  
Am Fusse des höchsten, freistehenden aktiven Vulkans der Erde (5897 m) entspringt der Rio Napo.
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